Road to Milano–Cortina 2026 – Was Olympia über belastbare Infrastruktur verrät
In ganz Europa nähern sich tausende Brücken, Straßen und Tunnel, die zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren gebaut wurden, dem Ende ihrer geplanten Nutzungsdauer. Was einst ein Symbol des Wiederaufbaus und wirtschaftlichen Aufschwungs war, stellt heute Ingenieure, Eigentümer und Betreiber vor erhebliche technische und organisatorische Herausforderungen. Der Fokus öffentlicher Investitionen verschiebt sich deutlich – weg vom Neubau, hin zur Erhaltung und Erneuerung bestehender Infrastruktur.
Expert:innen gehen davon aus, dass bis 2040 bis zu 70 Prozent der Infrastrukturinvestitionen in den Bestand fließen werden. Dieser Wandel ist Warnsignal und Chance zugleich: Gefragt sind Lösungen, die Instandhaltung intelligenter, datenbasierter und nachhaltiger machen.
Die Herausforderung Instandhaltung
Über Jahrzehnte war der Ausbau das zentrale Ziel der Infrastrukturplanung – neue Autobahnen, neue Brücken, neue Tunnel. Heute steht eindeutig der Erhalt im Vordergrund. Alternde Bauwerke, begrenzte Budgets und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit zwingen die Branche dazu, etablierte Vorgehensweisen grundlegend zu überdenken.
Instandhaltung entwickelt sich zum Wachstumsmarkt der Infrastruktur. Gleichzeitig unterscheidet sich die Modernisierung bestehender Bauwerke grundlegend vom Neubau. Statt freier Planung auf der „grünen Wiese“ arbeiten Ingenieure mit Bauwerken unbekannten Zustands, unvollständiger Bestandsdokumentation und komplexen regulatorischen Rahmenbedingungen.
Damit verbunden sind zentrale Fragen:
> Wie lässt sich der Zustand jahrzehntealter Bauwerke zuverlässig bewerten?
> Wie können wirtschaftliche Maßnahmen geplant werden, die gleichzeitig Umwelt-, Sozial- und Governance-Ziele (ESG) erfüllen?
> Und wie bleiben Sicherheit und Verfügbarkeit während der Bauphase gewährleistet?
Klassische, fragmentierte Arbeitsweisen stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Papierbasierte Inspektionen und manuelle Datenübertragungen führen zu Informationslücken und Ineffizienzen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Nachhaltigkeit stetig.
Die Antwort liegt in der konsequenten Digitalisierung – und im Übergang von reaktiver Instandhaltung zu einer vorausschauenden, zustandsbasierten Bewirtschaftung von Infrastrukturbauwerken.
Digitalisierung als Schlüssel zur intelligenten Instandhaltung
Methoden wie Building Information Modeling (BIM), digitale Zwillinge und integrierte Datenplattformen verändern grundlegend, wie Infrastruktur geplant, umgesetzt und betrieben wird. Sie ermöglichen es, den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks präzise zu modellieren, zu analysieren und zu steuern.
Mit verlässlichen Daten als Grundlage können Projektteams fundierte Entscheidungen treffen – von der Zustandsbewertung über Planung und Ausführung bis hin zum Betrieb. Das Ergebnis sind nicht nur geringere Ausfallzeiten und niedrigere Kosten, sondern auch robustere und nachhaltigere Verkehrsnetze mit langfristiger Perspektive.
Damit erhält auch der Begriff „Instandhaltung“ eine neue Bedeutung: Es geht nicht mehr nur darum, Schäden zu beheben, sondern durch Wissen und digitale Werkzeuge die Lebensdauer von Bauwerken zu verlängern, CO₂-Emissionen zu reduzieren und öffentliche Investitionen optimal zu nutzen.
Wachsender Markt – strategische Chance
Die Marktentwicklung spricht eine klare Sprache: Mit steigenden Ausgaben für Erhalt und Erneuerung wächst auch der Bedarf an spezialisierten Ingenieurleistungen. Planungsbüros und Ingenieurgesellschaften mit ausgeprägter digitaler Kompetenz sichern sich zunehmend anspruchsvolle Sanierungs- und Modernisierungsprojekte.
Erfolgreich sind vor allem jene, die klassisches Ingenieurwissen mit digitalen Methoden verbinden – etwa durch präzise Bestandsmodelle, kollaborative Arbeitsprozesse und datenbasierte Analysen. Diese Fähigkeiten sind längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit in einem instandhaltungsgetriebenen Markt.
Vor diesem Hintergrund haben wir den neuen Best Practice Guide „Modernisierung und Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur“ entwickelt. Er bündelt praxisnahe Erkenntnisse, digitale Strategien und Expertenwissen, um Infrastrukturverantwortliche bei der Anpassung an diese neue Realität zu unterstützen.
Wie der Leitfaden zeigt, ist Modernisierung nicht nur eine technische, sondern auch eine strategische Aufgabe. Es geht darum, digitale Reife aufzubauen – für aktuelle Herausforderungen ebenso wie für zukünftige Entwicklungen, etwa KI-gestützte Planung oder sensorbasierte Zustandsüberwachung.
Einblick in den Best Practice Guide
Der Best Practice Guide von ALLPLAN verzichtet bewusst auf Theorie und setzt auf praxisnahe Einblicke. Er zeigt, wie führende Akteure im Infrastrukturbereich die Modernisierung von Verkehrswegen angehen und welche digitalen Workflows dabei messbare Vorteile bringen.
Leser:innen finden konkrete Ansätze zur Verknüpfung von Instandhaltungsstrategien mit langfristigen Nachhaltigkeitszielen. Ergänzt wird dies durch Erfahrungen von Ingenieur:innen, die BIM und datenbasierte Planung bereits erfolgreich einsetzen, sowie durch Beispiele, wie digitale Werkzeuge Genauigkeit, Sicherheit und Effizienz verbessern.
Der Leitfaden richtet sich an Ingenieur:innen, Planer:innen, Berater:innen und öffentliche Auftraggeber, die nicht nur verstehen wollen, warum Modernisierung notwendig ist, sondern wie sie sich in der Praxis erfolgreich umsetzen lässt.
Gemeinsam eine nachhaltige Zukunft gestalten
Die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur zählt zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Sie erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit, konsistente Daten über den gesamten Lebenszyklus hinweg und digitale Prozesse, die Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit gleichermaßen unterstützen.
ALLPLAN unterstützt Ingenieure und Projektteams dabei, diesen Anforderungen gerecht zu werden – mit jahrzehntelanger Engineering-Expertise und leistungsfähigen BIM-Lösungen für den gesamten Planungs- und Bauprozess.
Der Best Practice Guide ist Teil dieses Engagements. Er zeigt kompakt und fundiert, wie digitale Transformation die Instandhaltung von Infrastruktur neu definiert – und wie vorausschauende Fachleute sich frühzeitig positionieren können.
Jetzt herunterladen: Best Practice Guide – Modernisierung und Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur. Entdecken Sie Expertenwissen, aktuelle Trends und digitale Strategien für eine effizientere und nachhaltigere Projektabwicklung.




